Matthias Haun

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Potsdam II: Auferstanden

 

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Potsdam wird rekonstruiert. Kopien ersetzen die zerstörten Originale und bilden touristische Attraktionen. In Kleinstarbeit werden Schichten analysiert und zugeordnet. Seidenstoffe, Parketthölzer und Mosaiksteine kommen aus den gleichen Regionen wie die einstigen Originale und werden in italienischen und französischen Werkstätten verarbeitet. Auferstanden aus Ruinen.

 

 

Das Dokumentationszentrum des Belvedere auf dem Pfingstberg zeigt einen Film über eine Gruppe, die es sich 1987 zur Aufgabe gemacht hat, das Schloss vor dem Verfall zu retten. Sie veranstalten Arbeitseinsätze, um Unkraut und Müll zu entfernen und sie organisieren Open Air Konzerte auf dem Pfingstberg, um Geld für die Restaurierung zu sammeln. Die Gruppe wächst zusammen und ihr Enthusiasmus für die Rettung des Ensembles führt zur Gründung der AG Pfingstberg unter dem Dach des Kulturbundes der DDR. Nach der Wiedervereinigung wird ein Förderverein gegründet und Gelder von Unternehmern aus dem Westen ermöglichen die vollständige Rekonstruktion des Belvedere.

   Im Film des Dokumentationszentrums wird deutlich, dass für die Gründungsmitglieder der AG die heutige Bemächtigung ihres Schlosses durch die Besucher nicht einfach ist. Der rausgeputzte Bau zeigt kaum Spuren ihres einstigen Sorgenkindes. Wollten sich die Aktiven vor dreißig Jahren dieser Zukunft zuwenden?