Matthias Haun

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Potsdam IV: Was bleibt

 

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1989 erschien Christa Wolfs Erzählung Was bleibt. Allerdings erzählt die Autorin darin nicht, was aus ihrer Sicht von der DDR bleiben wird - wie man bei einer Veröffentlichung im Wendejahr '89 vermutet könnte. Wolf beschreibt ihre Situation der Bespitzelung durch Beamte der Staatssicherheit.

 

In Potsdam wird Christa Wolf 25 Jahre später insofern bestätigt, als kaum Spuren der ehemaligen DDR zu finden sind. Ein Ort, der erinnert, ist das ehemalige Stasigefängnis in der Lindenstraße. Der Komplex zeigt die Flure und Zellen, in denen die Menschen inhaftiert und verhört wurden. Schautafeln und Videos mit Berichten ehemaliger Insassen halten die Erinnerung wach. Fast 7000 Frauen und Männer waren hier den Verhörmethoden der Stasi unter menschenrechtswidrigen Haftbedingungen ausgeliefert. Im sogenannten Lindenhotel dokumentieren ausliegende Gedächtnisprotokolle zudem die politische Entwicklung der Inhaftierten und deren Abkehr von einem System, dem sie sich einst verbunden fühlten.